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Zurrgurte

Zurrgurte und Spanngurte für Anhänger, Transporter und Lkw

Zurrgurte – umgangssprachlich auch Spanngurte oder Ratschengurte genannt – sind das wichtigste Werkzeug der Ladungssicherung auf Anhänger, Transporter und Lkw. In unserem Sortiment finden Sie einteilige und zweiteilige Zurrgurte mit Ratsche, Automatik-Zurrgurte, Gurte mit Endbeschlägen für Zurrschienen sowie fertige Sets – von 0,4 bis 17 Meter Länge.

Zurrgurt oder Spanngurt – was ist der Unterschied?

Im Alltag werden beide Begriffe meist gleich verwendet. Fachlich spricht man von Zurrgurten: textile Gurte nach DIN EN 12195-2, die mit einer Ratsche vorgespannt werden und dafür ausgelegt sind, Ladung gegen Rutschen und Kippen zu sichern. Erkennbar sind sie am vorgeschriebenen Etikett, auf dem unter anderem die zulässige Zugkraft (LC), die Vorspannkraft (STF), Länge, Material und Hersteller stehen. Einfache Spanngurte ohne solche Angaben eignen sich allenfalls zum Bündeln, nicht aber für die Ladungssicherung im Straßenverkehr.

Einteilig oder zweiteilig?

Einteilige Zurrgurte bestehen aus einem durchgehenden Gurtband mit Ratsche ohne Haken. Sie werden um die Ladung herumgeführt (Umreifung) – ideal zum Bündeln von Rohren, Profilen oder Paketen. Bei diesen Gurten wird die zulässige Zugkraft in der Umreifung als „U“ angegeben.
Zweiteilige Zurrgurte bestehen aus einem Losende und einem Festende mit Ratsche, jeweils mit Endbeschlag. Je nach Fahrzeug und Anschlagpunkt eignen sich Spitzhaken, Triangelhaken, Klauenhaken, S-Haken oder Karabinerhaken. Für Transporter und Kofferaufbauten gibt es Zurrgurte mit Fittings für Zurrschienen (Airline-, Stäbchen- und Kombischiene).

Automatik-Zurrgurte rollen das Gurtband nach dem Einsatz selbst auf. Das spart Zeit, verhindert Gurtsalat auf der Ladefläche und schont das Material – praktisch für Werkstatt, Pkw-Anhänger und häufig wechselnde Transporte. Für Spezialaufgaben gibt es außerdem Zurrgurte für den Motorradtransport, Radsicherungen für den Autotransport sowie Fassverzurrungen für 200-Liter-Fässer.

Den richtigen Zurrgurt auswählen: LC, STF und Länge

Die LC (Lashing Capacity) gibt die maximale Zugkraft im geraden Zug an und ist entscheidend beim Direktzurren, wenn der Gurt die Ladung direkt mit dem Zurrpunkt verbindet. Die Angabe erfolgt in daN; 1 daN entspricht etwa 1 kg. Beim Niederzurren – dem Überspannen der Ladung von oben – zählt dagegen die STF (Standard Tension Force): Sie beschreibt, wie viel Vorspannkraft die Ratsche bei normaler Handkraft erzeugt. Je höher die STF, desto stärker wird die Ladung auf die Ladefläche gepresst und desto weniger Gurte werden benötigt.

Wichtig: Die Zurrkraft des Gurtes nützt nur so viel wie das schwächste Glied der Kette. Zurrpunkte am Fahrzeug, zum Beispiel Zurrmulden und Zurrösen, müssen die Kräfte aufnehmen können. Mit Antirutschmatten erhöhen Sie die Reibung und reduzieren die benötigte Zurrkraft deutlich; Kantenschutz verhindert, dass das Gurtband an scharfen Kanten beschädigt wird.

Häufige Fragen zu Zurrgurten

Wie viele Zurrgurte brauche ich?
Das hängt von Gewicht, Reibung, Sicherungsart und Zurrwinkel ab. Grundsätzlich gilt: Eine Ladung sollte mit mindestens zwei Zurrgurten gesichert werden. Die genaue Anzahl lässt sich nach VDI 2700 bzw. DIN EN 12195-1 berechnen.

Wann darf ein Zurrgurt nicht mehr benutzt werden?
Bei fehlendem oder unleserlichem Etikett, Schnitten oder Rissen im Gurtband, beschädigten Nähten oder verformten Haken und Ratschen ist der Gurt ablegereif. Woran Sie das im Detail erkennen, zeigt unser Ratgeber „Wann ist ein Zurrgurt ablegereif?“.

Welche Farbe hat das Etikett?
Zurrgurte aus Polyester tragen nach DIN EN 12195-2 ein blaues Etikett. Andere Farben kennzeichnen andere Materialien, etwa Grün für Polyamid und Braun für Polypropylen.